Die Schweiz will die Windenergie fördern. Die Windenergie soll bis 2030 jährlich Strom

im Umfang von 600 GWh produzieren, so will es das Energiegesetz. In vielen Gebieten

der Schweiz ist eine Windenergienutzung aus Gründen des Landschafts- und Natur-

schutzes jedoch ausgeschlossen.

CO2-Reduktion dank Windenergie?

Anders als die meisten europäischen Staaten deckt die Schweiz ihren Strombedarf nahezu vollständig CO2-frei. Rund 60% des Stroms werden

mit einheimischer Wasserkraft und 40% mit Kernenergie produziert. Der Einsatz von Windkraftwerken zur CO2-Reduktion ist deshalb hierzulande

- anders als in Ländern mit hoher fossiler Stromproduktion - keine zentrale Option.

Das BFE hat Standorte evalutiert

Verschiedene Projekte zur Errichtung von Windparks in der Schweiz zeigen: Wirtschaftliche, energie- und umweltpolitische Interessen müssen

unter einen Hut gebracht werden. Das Bundesamt für Energie (BFE) hat 2004 mit Hilfe eines Geoinformationssystems (GIS) 110 mögliche

Standorte für Windturbinen evaluiert. Die identifizierten Gebiete wurden 2010 überarbeitet und aktualisiert.

Kriterien für Windstandorte

In der dicht besiedelten Schweiz sind geeignete Standorte nicht leicht zu finden. Neben einem Mindestabstand zu bewohnten Gebäuden hindern

weitere Kriterien am Bau: Zu steile Hänge, Flusslandschaften sind ebenso Ausschlusskriterien, wie Gebiete im Bundesinventar der

Landschaften und Naturdenkmäler. Mögliche Standorte müssen darüber hinaus auf drei Grundvoraussetzungen geprüft werden:

 

1.   Windverhältnisse: Stärke, Häufigkeit, Turbulenzintensität

2.   Erschliessung (bzw. Erschliessbarkeit) für den Transport und Betrieb der Windturbinen

3.   Einspeisemöglichkeit in das elektrische Netz

 

Entdecken Sie auf den interaktiven Karten von wind-data.ch die schweizerische Windlandschaft

Die Karten wurden durch Meteotest im Auftrag des BFE und Suisse Eole realisiert.