Windenergie: 15 Prozent weniger Strom im Schönwetter-Jahr 2003

05.01.2004 08:00

Die anhaltenden Schönwetterperioden und das weitgehende Ausbleiben von Frühjahrs- und Herbststürmen führten 2003 im grössten Schweizer Windkraftwerk der JUVENT SA im Berner Jura zu einer gegenüber dem Vorjahr rund 15 Prozent tieferen Stromproduktion.

 

Dieses Ergebnis, das angesichts der aussergewöhnlichen Wetterlage im Jahre 2003 verglichen mit klassischen Windgebieten von Dänemark und Norddeutschland als gut bezeichnet werden kann, ist auf den zuverlässigen Betrieb der sechs Grossturbinen und deren sorgfältige Betreuung und Wartung durch die BKW FMB Energie AG zurückzuführen. Da die Nachfrage nach dem mit dem Label "naturemade star" zer-tifizierten Produkt "1to1 energy wind star", dem begehrten Windstrom aus dem Berner Jura weiterhin steigende Tendenz aufweist, reichte die JUVENT SA Mitte 2003 die Baugesuche zur Errichtung von zwei zusätzlichen noch leistungsstärkeren Windturbinen ein. Die sechs Windturbinen der JUVENT SA auf dem Mont Crosin (1'200 MüM) im Berner Jura produzierten im Jahr 2003 insgesamt 4,3 Millionen Kilowattstunden (2002: 5,1 Mio. kWh). Diese Strommenge entspricht dem durchschnittlichen Jahresstromverbrauch von etwa 1'400 Schweizer Haushaltungen. Der gegenüber dem Vorjahr geringere Stromertrag erklärt sich mit der im Jahr 2003 aussergewöhnlich stabilen und windarmen Wetterlage, die in ganz Europa zu einer stark unterdurchschnittlichen Windstromproduktion geführt hat. In einzelnen Gebieten liegen die Jahresergebnisse gar bis zu 30 Prozent unter den Vorjahreswerten.

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