Ausbau des Windkraftwerkes im Jura geplant

13.10.2006 08:00

Evaluation von Windstandorten in den Kantonen Bern und Jura

Wegen weiterhin steigender Nachfrage nach Windstrom plant die JUVENT SA den Ausbau des grössten schweizerischen Windkraftwerkes mit seinen heute acht Windturbinen. Wie sie gestern an einem Informationsabend für die interessierte Bevölkerung darlegte, evaluiert sie die Errichtung zusätzlicher Windturbinen an insgesamt sieben Jura-Standorten in den Kantonen Bern und Jura, so in den Gemeinden Courtelary, Villeret, St. Imier und Le Peuchapatte. Zur Standortevaluation werden während des kommenden Winterhalbjahres im Einvernehmen mit Grundeigentümern und Behörden Ultraschall-Windmessungen, Planungs- und Landschaftsabklärungen vorgenommen.

 

Vor elf Jahren hat die von der BKW FMB Energie AG geführte JUVENT SA die ersten drei industriellen Windturbinen der Schweiz auf Mont-Crosin im Berner Jura gebaut. Die ohne jegliche Subventionierung erfolgte Produktion von Windstrom stiess auf derart lebhafte Nachfrage, dass in den folgenden acht Jahren weitere fünf Grossturbinen errichtet werden mussten. Das Windkraftwerk im Berner Jura mit seinem eigens für Fussgänger und Pferdewagen eingerichteten Pfad zur umweltfreundlichen autofreien Entdeckung neuer Energietechnologien wurde zur grossen Besucher-Attraktion. Sollten sich an allen neu evaluierten Standorten Windturbinen errichten lassen, so könnte die Stromproduktion - nach Massgabe der weiter ansteigenden Nachfrage - um das Zwei- bis Dreifache vergrössert werden. Dies würde erlauben, den aktuell nicht befriedigten Kundenbedürfnissen zu entsprechen.

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